Auch 2026 engagierte sich die SEG F.L.I.G.H.T. der Johanniter Ostwürttemberg intensiv zum Schutz von Wildtieren während der Rehkitz-Setzzeit. Die Rehkitzrettung dient nicht nur dem Tierschutz: Die Einsätze bieten zugleich realistische Trainingsbedingungen für Such- und Rettungseinsätze, insbesondere für vermisste Personen und andere luftgestützte Hilfeleistungen.
In der Saison 2026 führte das Team 38 Flugeinsätze durch und leistete dabei insgesamt rund 304 Einsatzstunden. Mithilfe moderner Drohnentechnik wurden etwa 565 Hektar Wiesenflächen systematisch abgesucht. Bei diesen Kontrollen entdeckten die Einsatzkräfte 14 Rehkitze. Sieben der Jungtiere konnten rechtzeitig gesichert und so vor dem Mähtod bewahrt werden; die verbleibenden sieben Kitze waren bereits mobil und konnten selbstständig dem Gefahrenbereich entkommen.
Die Rehkitzrettung ist für die SEG F.L.I.G.H.T. zugleich eine wertvolle Fortbildung: Der routinierte Einsatz von Wärmebildtechnik, strukturierte Flächenabsuchen und die enge Zusammenarbeit zwischen Pilotinnen und Piloten, Beobachterinnen und Beobachter sowie Bodenteams werden hier unter realen Bedingungen geübt. Die gewonnenen Erfahrungen steigern die Einsatzbereitschaft und kommen unmittelbar den Kernaufgaben der Einheit im Bevölkerungsschutz zugute.
Die Johanniter Ostwürttemberg danken allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den beteiligten Landwirtinnen und Landwirten sowie den Jagdpächterinnen und Jagdpächtern für die gute Zusammenarbeit. Nur durch dieses gemeinsame Engagement lassen sich Wildtiere wirksam schützen und die Fähigkeiten der Einsatzkräfte kontinuierlich weiterentwickeln.
Die SEG F.L.I.G.H.T. wird auch künftig ihren Beitrag zum Wildtierschutz leisten und zugleich ihre Fähigkeiten für den Bevölkerungsschutz und die Suche nach vermissten Personen weiter ausbauen.